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Andrei Schleifer – A Normal Harvard Prof?
Thursday, June 26th, 2008 | Book Reviews, University | 1 Comment
Bei Vorbereitungen auf eine Abschlussprüfung bin ich zufällig auf ein Buch von Prof. Andrej Schleifer gestoßen – Russia A Normal Country after Communism”. Zwar habe ich bis dato nur das dritte Kapitel daraus gelesen, aber bereits genug, um an dieser Stelle einige brisante Informationen zum Autor und dessen Werk zu berichten.
Zunächst einmal zu dem Inhalt des Kapitels, welches die Privatisierungsreform der 90er Jahre in Russland behandelt.
Der Autor idealisiert den Erfolg der russischen Reform, die sich seiner Ansicht nach vor allem durch die hohe aktive Beteiligung der russischen Bevölkerung sowie die schnelle Durchführung auszeichnet und einen wichtigen Schritt zur Ent-Politisierung der Unternehmen geleistet hat. Als wichtigste Aspekte zur erfolgreichen Durchführung benennt Schleifer: Privatisierung, Wettbewerb auf Märkten und Eigenkapitalbeteiligung. Er thematisiert die Notwendigkeit der Privatisierung zur Steigerung der Effizienz von Unternehmen, sodass die Kosten der Politisierung (Subventionen, günstige Kreditvergabe oder illegale Zahlungen) von Unternehmen steigen. Auf diesem Wege wird es für die Politiker immer ungünstiger ihre Machtstrukturen zu erhalten und Kontrolle auszuüben.
Das Privatisierungsprogramm, dass unter Jelzin 1992 gestartet wurde, ist vor allem durch die Voucherausgabe (1 Voucher hatte einen Wert von 10 000 Rubel) an die gesamte russische Bevölkerung, bekannt geworden. In den s.g. Voucherauktionen wurden zehntausende Staatsunternehmen privatisiert. Diese erste Etappe der Massenprivatisierung brachte dem Staatshaushalt nur geringe Einnahmen ein, weil die Unternehmen weit unter ihrem Wert verkauft wurden. Zudem schwankte der Wert ein und derselben Aktie von Region zu Region. Die ab 1994-96 durchgeführte zweite Etappe der Privatisieung sollte dem defizitären Staatshaushalt höhere Einnahmen sichern, was durch die berühmt berüchtigten Pfandauktionen erreicht werden sollte.
Soweit ein kurzer Abriss des besagten 3. Kapitels…
Was mich aber beim Lesen stutzig gemacht hat war, dass Schleifer in seinen Ausführungen mit keinem Wort folgende Fakten erwähnt hatte:
1. Desinteresse großer Teile der Bevölkerung an Voucherauktionen und Tauschhandel mit Vouchern (1 Voucher = 2 Flaschen Vodka)
2. Das Entstehen von Investmentfonds und Banken, die sich durch Aufkauf großer Voucherpakete Mehrheitsanteile an Großunternehmen erwarben
3. Entstehen einer reichen Oberschicht der Oligarchen und von ihnen initiierte Pfandauktionen, in deren Rahmen Unternehmen der Erdöl-und Gasindustrie zu Schleuderpreisen erworben wurden
4. Die Verarmung großer Teile der Bevölkreung und den Verslust ihrer Bankguthaben
5. Den Ausschluss ausländischer Auktionäre
Und es gibt siherlich noch mehr Fakten, die das von mir vervollständigte Bild der realen Geschehnisse, noch ergänzen. Diese Fakten sind kaum zu widerlegen, belegt durch Zeitzeugenberichte und zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen. Wie und aus welchem Grund hatte Schleifer bei seiner Analyse der russischen Privatisierung diese wichtigen Tatsachen unterschlagen?
Um diese Frage beantworten zu können ist es vielleicht ganz interessant, wenn man ein Paar Details aus der Karrierelaufbahn des Autors – Professor Andrej Schleifer- recherchiert.
Andrej Schleifer emigrierte 1976 mit seinen Eltern (jüdischer Abstammung) in die USA. Dort studierte er Mathematik und Wirtschaft an der renomierten Harvard University. Hat dort eine glänzende Karriere gemacht und mit nur 29 Jahren eine Professur an derselben Universität erhalten. 1991 fuhr er im Auftrag der US-Regierung mit mehreren Kollegen des Harvard Insitute for International Development (HIID) nach Moskau um die neue “demokratisch” gewählte russische Regierung Sachen Etablierung marktwirtschaftlicher Strukturen zu beraten. Er arbeitete eng mit den Reformisten Egor Gaidar (Ministerpresident unter Jelzin) und Anatolij Chubajs (Vorsitzender des GKI – Privatisierungskommitees ) zusammen. Konnte durch seine muttersprachlichen Russischkenntnisse Insider Kontakte knüpfen. Da im Auftrag der US-Regierung tätig, war es ihm und seinen Kollegen strengstens untersagt sich an Privatisierungsauktionen zubeteiligen und auf dem neuen Markt Investitionen zu tätigen. Gegen diese Regel hat Schleifer, sein Kollege und Vertrauter J. Hay und ihre Ehefrauen verstoßen indem sie Millionen von Dollar in russische Erdöl-und Gasindustrie investierten.
Erst 1997 flog der Skandal durch US-Revisoren auf und es folgte 2005 in den USA ein Prozess gegen Schleifer und seine Kumpanen. Sie und die HIID sollten 30 Mio.$ Schadenersatz an die US-Regierung zahlen. Entgegen der Erwartung, dass Prof. Schleifer seinen Titel los ward, konnte er die Professur weiterhin an der Harvard University behalten.
Und nun 2005 dieses Buch, wo er die russische Privatisierung als gelungen glorifiziert. Will er damit vielleicht seine Spuren verwischen und die Raubwirtschaft der 90er Jahre an der er sich beteiligt hat in Vergessenheit geraten lassen? Man mag sich gar nicht vorstellen wie viele solcher “wissenschaftlichen” und “auf Fakten” beruhenden Werke die “Harvard University Press” noch auf den Markt bringt bzw. schon gebracht hat und welche Lehren solche “Professoren” an dieser renomierten Uni angehenden Ökonomen vermitteln!Ist es normal?
This Post will be translated in English soon!
To Be Or… As A Characterization Of Hamlet
Wednesday, February 27th, 2008 | Book Reviews | 5 Comments
Hamlet’s classsic “To be or not to be…speech” really shows who he is. Obviously Hamlet is horribly depressed. We have already seen several examples of this, but this speech gives us a clear picture of his sadness. More importantly however, his speech shows his weakness and indecisiveness. Hamlet is consistently melancholy, but he never really acts on it; he just kind of wallows around, full of self-pity and loathing. Throughout the play he seems to wish for death and here we find out why he doesn’t bring it on himself. This speech provides us with a clear understanding of Hamlet and his motivations. He feels that his troubles and his heartache are to to much to deal with. While this speech is not the first time he has mentioned suicide, it does give the clearest picture of just how far gone he is. He seems to be weary of life, as he consistently says to sleep while refering to death. As though he only wishes to rest and forget his troubled soul. It is not that he feels there is too much pain or strife in life, but that he is tired with dealing with it and exausted by his efforts. More interestingly, Hamlet shows here his fundamental cowardice and fear.
He has been going on for the whole play about how terrible his life is and how much pain and suffering he has had to endure, and he starts out the speech on this note. This is the first indication of his weakness. Hamlet, it seems, would rather bemoan his troubles than solve them. He goes on and on about his crappy life but rarely, if ever, even tries to do anything about it. Even in his desire for death he will speak but not act. He doesn’t decide against suicide because of some noble realization (that life is far to precious to be wasted for example), he is just too scared of the afterlife. Hamlet’s motivation for wanting to die and also for remaining alive gives some of the best insight into his personality. In this speech Hamlet elects not to kill himself and discovers why he has not yet done it.
His reason for choosing life over death is also shown here. He is too afraid of the unknown, of the undiscovered country to act on his desire. It is not so much that he is afraid to act, just that he has become so despondant that he doesn’t really care enough to do anything. All of his actions thoughout the play, up through the end of the story, can be viewed as a consequence of his despondence and cowardice. Hamlet lays out in this speech exactly what kind of person he is.